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Freiwillige Feuerwehr Hemsbach - Jubiläums 2002
Zehn Prozent aller Bürger in der FeuerwehrGroßes Fest zum 60. Geburtstag / Abteilungswehr als Kulturträger gewürdigt / Buntes Programm Hemsbach. Sichtlich zufrieden waren sie alle am späten Samstagnachmittag im Hemsbacher Festzelt, als die Grußworte der Gäste aus den Lautsprechern erklangen. Mit von Bürgermeister Burger frisch gezapftem Bier auf den Tischen und hungrigen Besuchern konnte das Jubiläumsfest zum 60-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr seinen Lauf nehmen. Die Truppe aus der "Perle des Baulands", wie Ortsvorsteher Reinhold Wörner seinen Vorgänger Gerhard Zizmann zitierte, machte dieser Bezeichnung alle Ehre und bot den Besuchern bei strahlendem Sonnenschein ein unterhaltsames Fest. Das Programm begann am Samstagnachmittag mit dem Bieranstich durch Bürgermeister Roland Burger und Ortsvorsteher Wörner. Abteilungskommandant Gerald Klein begrüßte die Gäste. Ortsvorsteher Reinhold Wörner blickte auf die 60-jährige Geschichte der Hemsbacher Wehr zurück. Schon vor der Gründung 1942 hatte es eine Löschmannschaft in Hemsbach gegeben, die mit einfachen Mitteln ausgerüstet war. 1939 forderte der Landesfeuerwehrführer die Hemsbacher auf, eine Feuerwehr zu gründen, was 1942 wegen der Brandbombengefahr auch geschah. In den Nachkriegsjahren wurde die Ausrüstung ergänzt. 1964 und 1965 wurde ein neues Gerätehaus errichtet. 1992 feierte man das 50-jährige Bestehen. Im Jubiläumsjahr erhielten das Feuerwehrgerätehaus und der Unterrichtsraum einen neuen Anstrich. Letzterer wurde mit einer neuen Türe und neuen Fenstern ausgestattet. Größere Einsätze hatte die Wehr 1967 bei einem Gebäudebrand, 1989 bei einem Heustockbrand und 1990 und 1991 bei Strohbränden. In den 90er Jahren hatte der Hochwasserschutz höchste Priorität. Reinhold Wörner dankte allen Feuerwehrkameraden, die sich seit der Gründung für die Allgemeinheit engagiert haben und wünschte viel Glück für zukünftige Einsätze. Der erste Redner, der die Grüße von der Stadt Osterburken überbrachte, war Bürgermeister Roland Burger. Er betonte den Vereinscharakter der Hemsbacher Brandschützer und lobte den hohen prozentualen Anteil der Feuerwehrmänner an der Gesamtbevölkerung. Mit 16 Feuerwehrmännern seien zehn Prozent der Bürger in der Feuerwehr aktiv, was in keinem Ortsteil der Fall sei. Er schätze das freiwillige und unentgeltliche Engagement der Hemsbacher Feuerwehr. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Roman Wachtel überbrachte die Grüße von Kreisbrandmeister Dietz, von Landrat Piepenburg und aus dem Landratsamt. Die Hemsbacher Feuerwehr zeige durch das alljährliche Maibaum-Aufstellen und durch ihre Dorffeste, dass sie ein Kulturträger ist. Stadtkommandant Peter Schmitt meinte, die Feuerwehr sei recht jung geblieben für ihr Alter, "wenn man hier in die Gesichter der Aktiven blickt". Er stellte die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr in der heutigen Zeit heraus und erwähnte, dass die Brandbekämpfung heuer eher einen kleinen Aufgabenbereich darstelle. Schmitt bedankte sich bei den Wehrmännern für ihren Einsatz und die reibungslose Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Osterburken. "Was wäre, wenn es Sie nicht gäbe"? Diese Frage richtete MdB Brigitte Adler an die Wehrmänner. Man solle die "Feuerwehren im Dorf lassen" und versuchen, gegen die drohende Zentralisierung und Zusammenlegung von Wehren vorzugehen, gerade wegen langer Anfahrtswege in der ländlichen Gegend. Sie sei dankbar, dass sich Menschen finden, die noch unentgeltliche Arbeit verrichten. Landtagsabgeordneter Peter Hauk ging auf die Geschichte der Hemsbacher Wehr ein. Die Landespolitik wolle dort unter die Arme greifen, wo die Stadt nicht investieren kann. Am Samstagabend spielte Alleinunterhalter Klemens Stahl Stücke aus seinem Repertoire. Der Sonntagmorgen begann mit einem Gottesdienst, der von Pfarrer Karl Berberich im Zelt abgehalten wurde und von Organist Peter Hauk begleitet wurde. Am Nachmittag stellte die Feuerwehr Osterburken ihr 'Highlight', das neue LF 16/24, zu einer Geräteschau zur Verfügung. Beim "Wasserflipper" wurde deutlich, dass sich die Feuerwehr Hemsbach keine Gedanken um ihren Nachwuchs machen muss. Sie dirigierte den Ball mit Hilfe einer Wasserspritze sicher ins Ziel. Eine Bierkrugrutsche lockte erwachsene Zocker an. Eine Bilderausstellung unter dem Motto "Hemsbach und seine Feuerwehr - Streiflichter durch die Hemsbacher Nachkriegsgeschichte" ließ die Betrachter schmunzeln, wenn sie alte Bekannte auf den Fotos sahen. JC Bilder zum Jubiläum in der Feuerwehr-Galerie Die Freiwillige Feuerwehr Hemsbach bedankt sich herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Kommen und bei allen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement.
Samstag, 01. Juni 2002 Sonntag, 02. Juni 2002 Außerdem: Bilderausstellung "Hemsbach und seine Feuerwehr", Wasserflipper, Bierkrugrutschen |
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| Letzte Änderung: 23.07.2006 | © rinschbachtal.de 2001-2011 | Nach oben | Impressum |