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  Geschichte Hemsbachs

    Hier finden Sie kurz und knapp einen Überblick über die Dorfgeschichte.

    Alte Ansichtskarten, Fotos und Schnappschüsse finden Sie in der Galerie.

    Die Geschichte Hemsbachs reicht bis weit ins Mittelalter zurück: Seine erste urkundliche Erwähnung beläuft sich auf das Jahr 837 unter Herrschaft Kaiser Ludwigs des Frommen unter dem Namen "Heinwinesbach" (=Ort am Bach des Heinwin). Der Edelmann Konrad von Dürn herrschte um 1236 über Hemsbach, er vermachte seine dortigen Einkünfte dem Zisterzienserkloster Seligental bei Schlierstadt.

    Im Jahre 1428 wurde Hemsbach zusammen mit Zimmern, Seckach und Schlierstadt Klosterdorf von Seligental. Hemsbach hatte in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg etwa 130 Einwohner, im Mittelalter sollen es jedoch erheblich mehr gewesen sein: Nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 zählte man nur noch drei Familien mit 12 Kommunikanten (Zum Vergleich: 1619 waren es 185 Kommunikanten in 30 Familien). Schon 1359 wurde in Hemsbach eine eigene Pfarrei gegründet, 1605 kam diese zu Schlierstadt, da die Pfarrstelle verwaist war.

    Hier kommen wir mit der Mauritiuskirche in Verbindung. Sie stammt aus dem 11./12. Jahrhundert, laute einer Sage hat ein Kreuzritter das Kirchlein erbaut. Zunächst war nur eine viereckiger Wehrturm vorhanden, in dem sich die Menschen in Kriegszeiten geschützt hatten. Später wurde noch ein Kirchenschiff angebaut. In der Kirche sehen wir viele Wandmalereien, so zum Beispiel an der Turmdecke eine Abbildung der vier Evangelisten und an der Wand die Krönung Marias. Die Fresken stammen aus dem 14./15. Jahrhundert. Auch im Langhaus gibt es einige Wandmalereien, so zum Beispiel die Schöpfungs- geschichte. Auch die Fenster wurden verziert, so stellt eines die Leidens- geschichte Jesu dar. Sehenswert ist eine große Marienstatue, die in einen der seitlichen Altäre eingepasst ist. Dr. Elmar Weiß aus Osterburken, der sich mit der Geschichte Hemsbachs und der Kirche auseinandergesetzt hatte, konnte feststellen, dass Hemsbach vom Mittelalter bis zur napoleonischen Zeit ein Wallfahrtsort gewesen war.

    1870 fand schließlich die Eingemeindung der Pfarrei nach Osterburken statt. Dies wurde jedoch im vergangenen Jahrhundert noch einmal geändert, sodass die Pfarrei nun Adelsheim angehört, welches jedoch wiederum zum Pfarrverband Osterburken gezählt wird. Politisch ist Hemsbach seit der Gemeindereform 1971 Stadtteil von Osterburken.

    In der Zeit nach der Gemeindereform und somit der Eingliederung nach Osterburken wurden vielerlei Maßnahmen zur Verschönerung des Ortsbildes und zur Verbesserung der Infrastruktur durchgeführt, so zum Beispiel Mitte der Achtziger die Errichtung einer Grillhütte mit Bolzplatz, Mitte der Neunziger Jahre die Einrichtung eines Kindergartens 1993, Außensanierung der Mauritiuskirche unter Pfarrer P. Berg, Straßenerneuerung Hemsbach-Adelsheim, Schaffung zweier Baugebiete "Hohe Steige" und "Am Eber" und der Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens im Jahr 2000/2001.

    Die Hemsbacher Bürgermeister/Ortsvorsteher in der Nachkriegszeit:

    * Jakob Ziegler (bis 1975)
    * Gerhard Zizmann (1975-1999)
    * Reinhold Wörner (1999-2009)
    * Christoph Groß (seit 2009)


    Wenn Sie Infos über die neuere Geschichte Hemsbachs wünschen, surfen Sie doch einfach zur Homepage der Stadt Osterburken, auf der Sie eine Monatschronik finden: | www.osterburken.de

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    Ausschnitt aus einem Artikel von Walter Frenzl über kleine Dörfer


    Zeitungsartikel Rhein-Neckar-Zeitung 1984 über die Erkenntnisse von Dr. Elmar Weiß.


    Teil 1 eines Artikels über die Mauritiuskirche


    Teil 2 des Artikels über die Mauritiuskirche



    Quellen:
    Schrift der ehem. Dorflehrerin Anna Hauck
    "Alte Dörfer, sagen sich dort heute noch Fuchs und Hase Gute Nacht?" von Walter Frenzl
    Text: Julien
Letzte Änderung: 02.02.2010 | © rinschbachtal.de 2001-2010 | Nach oben | Impressum